Ruhrpott Tragling

Trageberatung Marion Hermes

Geschichte, Anatomie & Physiologie

Geschichte des Traglings

Babys werden nicht modern geboren. Sie kommen so zur Welt, wie es seit tausenden von Jahren der Fall ist. Sie sind klein, nackt und pflegebedürftig.

Schon vor tausenden von Jahren trugen die Menschen ihre Babys, da diese zu Beginn ihres Lebens weder  laufen noch Ihre Temperatur regulieren können. Babys sind schlicht nicht in der Lage, sich versorgen zu können. Verschiedene Wissenschaftler sind zu den Ergebnissen gekommen, dass Menschenkinder aktive TRAGLINGE sind. Sie können sich nicht wie ein Affenkind an uns klammern, aber ihre Tiefenmuskulatur und Sinne arbeiten bereits beim Getragenwerden mit. Die angeborenen Reflexe, die unter anderem bei den U-Untersuchungen überprüft werden, zeigen uns auf, dass Traglinge bestimmte Bewegungsmuster noch nicht abrufen können. Sie sind noch nicht reif genug, jedoch sind die Anlagen für das Laufen bereits bei der Geburt vorhanden.

Bindung

Menschenkinder erfahren im ersten Lebensjahr Bindung durch körperlichen Kontakt wie das Stillen, Tragen oder gemeinsame Schlafen. 

Es ist nachgewiesen, dass, je eher die Eltern auf die Bedürfnisse des Babys eingehen, das Baby sich beruhigen lässt und nicht in die Situation kommen muss, seine Notlage unter vollem Stress deutlich zu machen. Weinen, Schreien oder Verstummen sind - wenn auch nicht in jeder Situation - in vielerlei Hinsicht reduzierbar. Heutzutage wird eine bedürfnisorientiere Erziehung und Versorgung von der WHO sowie Hebammen empfohlen. Geborgenheit ist dabei ein wichtiges emotionales Bedürfnis und durchaus gleichzusetzten mit Schlaf, Hunger oder Durst. 

Die Angst davor, sein Baby zu verwöhnen, ist leider immer noch weit verbreitet und wird durch ältere Generationen immer wieder angesprochen. Das Baby kann seinen Bedürfnissen nicht eigenständig nachkommen. Es benötigt - und verdient - die Hilfe seiner Bezugspersonen.

Warum tragen wir?

Wir tragen,

  • um die physiologische Entwicklung des Körpers bei der Aufrichtung der Wirbelsäule und Hüftreifung zu unterstützen! 
  • um die Bindung zu stärken!
  • um zu trösten und Schmerzen zu stillen!
  • um auch Vätern ein besonderes Nähegefühl mit dem Kind zu ermöglichen! Tragen ist das Stillen der Väter.
  • damit das Kind die Umwelt in einem geschützten Umfeld kennenlernt!
  • wenn der Kinderwagen aus platztechnischen Gründen nicht genutzt werden kann!
  • um die Hände für ein Geschwisterkind und den Alltag frei zu haben!
  • um durch unwegsames Gelände spazieren und wandern zu können!
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